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Es ist der 12. März und das zweite Gefährt dieser Art ist in einer Zeit von rund drei Monaten aktiver Bauzeit entstanden. Wesentliche Unterschiede zum Runner1 bestehen in der Plattform aus Aluminium und einer veränderten Antriebstechnik.
Wie der Zufall es wollte, bin ich dank eines Sponsors auf Motoren aus einem alten elektrischen Rollstuhl gestoßen. Motoren mit integriertem Getriebe und hoch belastbaren Achsen und Rädern. Die Motoren erreichen bei der nominellen Versorgungsspannung von 24V eine Geschwindigkeit von ca. 10km/h. Dies ist etwas langsam, so dass ich nach Veränderungsmöglichkeiten Ausschau hielt.
Umfangreiche Versuche, einen Scheibenwischermotor (12V) mit 50% - 80% PWM und 24V zu betreiben führten zu der Erkenntnis, dass diese Methode den Getriebemotoren auch nicht schaden dürfte. Somit wurde das Gesamtkonzept für eine Betriebsspannung von 36V - 40V ausgelegt. Im Ergebnis wird eine deutlich höhere Drehzahl erreicht, ohne dass eine Erwärmung feststellbar war. Sollten die Motoren längere Zeit mit höherer Drehzahl betrieben werden, so kann man durchaus davon ausgehen, dass ihnen nicht die maximale Leistung abgefordert wird und keine Schäden auftreten.

Die ersten Fahrversuche waren erstaunlich gut. Die Getriebemotoren mit einer Untersetzung von 25:1 erzeugen ein Fahrgefühl wie beim original Segway. Da häufiger ein unerklärlicher Fehler auftrat, habe ich den vorher implementierten Kalman-Filter durch einen Simple-Filter ersetzt, was dem guten Fahrgefühl keinen Abbruch tat.
In den nächsten Tagen wird ein Video folgen.

20. März 2012
Heute bei schönstem Wetter habe ich eine längere Ausfahrt geplant. Die Drehzahlmessung am Motor wurde eingebaut, so dass nun auch die Weg- und Geschwindigkeitsmessung zur Verfügung steht.
Nach etwa 2km kam es zum ersten Sturz. In der Software ist eine Abfrage des Neigungswinkels vorhanden, welche bei übergroßer Neigung zum Abschalten führt. Beim langsamen Befahren eines sehr holprigen Weges wurden die Signale fälschlicherweise als Neigung interpretiert und mein Runner2 schaltete ab. Die Folge war ein unfreiwilliges Absteigen nach vorne, welches jedoch keine weiteren Folgen hatte. Der Akku war zu diesem Zeitpunkt bereits so schwach, dass ich nur noch sehr langsam weitergefahren bin.
Nach etwa 3km war der Akku dann leer.  Ein etwas stärkeres Beschleunigen um die Balance zu halten führte wegen unzureichender Belastbarkeit der Akkus zu einem erneuten Überkippen. Dieses mal mit Grundberührung und einer leichten Schleifspur an einer Hand.
Für den letzten Kilometer war nun schieben angesagt, was auch zu der spöttischen Bemerkung eines Spaziergängers führte: "Wer sein Fahrzeug liebt - der schiebt.

5. April 2012
Hier nun das Video, welches Ende März aufgenommen habe.

6. April 2012 Unsanfter Bodenkontakt
Nach knapp 6km Testfahrt wollte ich wie schon häufig den Bordstein hinunter fahren. Da die Räder in der Vertiefung der Rinne etwas gehemmt wurden neigte ich mich geringfügig nach vorne und hob unwillkürlich die Fersen etwas an.
Das war's. Wegen der Anordnung der Batterien unter der Grundplatte habe ich den Notausschalter im Bereich unter dem Fußende platziert. Das Anheben der Fersen löste diesen aus und mein Runner2 kippte nach vorne. Ich landete unsanft auf der Hüfte.
Die Röntgenuntersuchung ergab einen leicht angebrochenen Oberschenkelhals und die Empfehlung einer Operation mit Metallplatte und Schrauben. Ich sprang rechtzeitig vom OP-Tisch und bevorzugte die durchaus mögliche konventionelle Heilmethode, was für mich bedeutet, dass ich die Räder meines Runners für die Dauer von 6 Wochen gegen zwei Krücken tauschen muss.
Das geplante Treffen musste daher leider abgesagt werden.

Ironie des Schicksals: Da ich nach meinem Sturz wegen starker Schmerzen die letzten 300m nicht laufen konnte, stieg ich mühsam auf meinen Runner2, der mich brav nach Hause brachte.

13. April 2012
Entlassung aus dem Krankenhaus.

10. Juni 2012
Kleine Rundfahrt mit Runner2. Zwischenzeitlich wurden zwei weitere Notausschalter im Bereich unter den Vorderfüßen eingebaut.
Das gleichzeitige Anheben der Fersen und der Vorderfüße bei beiden Füßen dürfte extrem unwahrscheinlich sein.

Bis Ende 2012
Verschiedene Verbesserungen an Soft- und Hardware.
Montage von Schutzblechen. Montage einer Beleuchtungsanlage. Vorbereitungen für den Straßenverkehr.

Januar 2013
Zuteilung eines Haftpflichtkennzeichens.

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Stand: 22.2.2017.